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Ortsfrequenz: Warum etwas erst aus der Ferne sichtbar wird

Warum feine Muster mit Abstand verschwinden und ein anderes Bild erscheint: Kontrastempfindlichkeit und Tiefpassfilter erklärt. Grundlagen für Hybridbilder.

Ein Bild lässt sich in „Schichten der Feinheit“ zerlegen

Jedes Bild lässt sich als Überlagerung aus feinen Veränderungen (hohe Ortsfrequenz) und langsamen Veränderungen (niedrige Ortsfrequenz) schreiben. Die Konturen und die Körnigkeit eines Fotos sind hohe Frequenzen, die Verteilung von Hell und Dunkel im Ganzen sind niedrige Frequenzen.

Abstand ist ein Tiefpassfilter, der ins Auge gelangt

Die Kontrastempfindlichkeit des Menschen ist je nach Ortsfrequenz verschieden, mit dem Gipfel bei einigen Perioden pro Grad. Gehst du vom Bild weg, steigt die Frequenz feiner Muster pro Sehwinkel, sie fällt in das Tal der Empfindlichkeit und wird unsichtbar.

Die folgenden vier Dinge sind also für das Sehen fast dieselbe Operation.

So entsteht ein Hybridbild

Mit dieser Eigenschaft kannst du ein Bild bauen, das in einem Bild zwei Inhalte trägt.

  1. Der Inhalt, der in der Nähe sichtbar sein soll, besteht nur aus hohen Frequenzen (feine Linien, feines Rauschen, nur Kanten)
  2. Der Inhalt, der aus der Ferne sichtbar sein soll, besteht nur aus niedrigen Frequenzen (stark weichgezeichnet, Kontrast gesenkt)
  3. Beide werden übereinandergelegt

Der Text aus der Ferne auf dieser Website setzt das im einfachsten Aufbau um: niedrige Frequenz ist der weichgezeichnete Text, hohe Frequenz ist ein Schwarz-Weiß-Rauschen.

Tipps für den Entwurf

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